Last Updated: März 3, 2026By Categories:

Legionellen im Mehrfamilienhaus – Ursachen erkennen, Risiken bewerten, nachhaltig lösen

Legionellen im Mehrfamilienhaus sind kein seltenes Problem, sondern eine regelmäßig festgestellte Belastung in größeren Trinkwasserinstallationen. Besonders betroffen sind Gebäude mit zentraler Warmwasserbereitung, langen Leitungswegen und wechselnder Nutzung. Die Bakterien vermehren sich bevorzugt bei Temperaturen zwischen 25 °C und 45 °C. Die Aufnahme erfolgt über feinste Wassertröpfchen – beispielsweise beim Duschen.

Wichtig: Nur weil man sich gesund fühlt, ist man nicht geschützt. Auch gesunde Menschen können erkranken

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Scientist checking water quality at water with copy space. Water quality check concept.

Warum entstehen Legionellen im Mehrfamilienhaus?

Ein Mehrfamilienhaus ist ein komplexes hydraulisches System. Unterschiedliche Nutzungsgewohnheiten, Leerstand oder technische Schwächen wirken sich unmittelbar auf die Trinkwasserhygiene aus.

Typische Ursachen, die ich in der Praxis häufig feststelle:

  • Überdimensionierte oder lange Leitungswege
  • Selten genutzte Wohnungen oder Entnahmestellen
  • Leerstand
  • Fehlende oder unzureichende Zirkulation
  • Unterschreitung der erforderlichen Warmwassertemperatur
  • Totleitungen und Stagnationsbereiche
  • Biofilm in älteren Installationen
  • Unsachgemäße Benutzung oder fehlende Nutzung einzelner Entnahmestellen

„Stehendes Wasser ist totes Wasser“ – dieses Prinzip war bereits im Römisches Reich bekannt. Wasser muss in Bewegung bleiben. Stagnation ist einer der Hauptfaktoren für mikrobiologische Belastungen.

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